Seminare mit Rene van Osten, Teil 1 und 2 

Das Gegenüber ist in dir

Die systemische Struktur familiärer und zwischenmenschlicher Beziehungen im altweisheitlichen I Ging (Yijing)

Der Weg besteht darin, das zu bewahren, was du bereits hast, und nicht darin, das zu suchen, was du nicht hast.

Wenn du suchst, was du nicht bekommen hast, dann verlierst du, was du bereits hast.

Wenn du dich mit dem begnügst, was du bereits hast, dann wird auch kommen, was du anstrebst. (Wen-tzu)

In diesem Seminar steht nicht das I Ging als “Orakelbuch” im Vordergrund. Stattdessen bieten diese Kurse die Möglichkeit, sich unter kundiger Führung von René van Osten auf  die alte Weisheit des Buches einzulassen und dem traditionellen Wissen zu den natürlichen Ordnungen in Beziehungen nachzuspüren. Das Buch vom Leben (Yijing) beschreibt alle Ausdrucksmerkmale der weiblichen und männlichen Kraft und die daraus folgenden Themen in ihrer Begegnung und Wandlung.

Einführung

Die Familie und alle daraus hervorgehenden Verbindungen von Menschen in Beruf, Partnerschaft, Freundschaft und Geschäftsbeziehungen stehen zueinander in einer natürlichen Resonanzbeziehung. Diese basiert auf ihrer individuellen Wesensart, also auf geistig-seelischen, emotionalen und körperlichen Anziehungsmomenten, auf Grund derer bestimmte Handlungen geschehen. All diese Handlungen haben in ihrer Erscheinung eine Wurzel in unserer Herkunftsfamilie, die jedoch auch nur „Werkzeug“ zur Erfüllung höchster Sinnhaftigkeit ist – also dem Willen des „Göttlichen“ entspricht.

Die archetypischen Aspekte des Weiblichen und des Männlichen werden im I Ging durch die drei Töchter des Himmels – Wind, Feuer und See und die drei Söhne der Erde – Donner, Wasser und Berg vertreten.

Sie sind jeweils drei Nachkommen der beiden Bezugsgrößen von Himmel – dem Schöpferischen und Urmännlichen – und Erde – dem Empfangenden und Urweiblichen – die man auch als Vater und Mutter der Töchter und Söhne beschreiben kann. Stellt man nun diese Tochter- und Sohnprinzipien jeweils sich selbst und jedem der anderen archetypischen Aspekte gegenüber und setzt diese dann noch in Bezug zu Vater und Mutter, erhält man alle familiären Muster und deren Bewegungen auf allen Ebenen der emotionalen, geistig-seelischen, rationalen, gefühlsorientierten und handlungsgefügten Ausdrucksskala des Miteinander.

Was dabei deutlich in den Vordergrund tritt, ist die Kausalität jeder Begegnung und der dabei freigesetzten Phänomene, die wie eine Notwendigkeit erscheinen, damit das „Eigene“ erkannt wird und Entwicklung stattfinden kann. So gesehen, erscheint unser Leben wie eine Folge von Geschehnissen, die wir nur subjektiv selbst bestimmen.

Der andere und ich sind nicht zwei getrennte, sondern immer individuelle Aspekte, die sich jeweils gegenseitig bedingen. Wir können nur erfahren was als Erfahrbares in uns selber liegt. So gesehen sind alle Begegnungen, alle Umstände und Ereignisse ein zeitlicher Widerhall angelegter Begegnungs- und Ereignisimpulse in uns selbst. Das was wir sehen, das was uns begegnet, sind wir selbst.

Genau hier findet sich der Schlüssel zum Verständnis menschlichen Tuns. Dass der andere gleichwohl wie ich selber, ein von der Großen Kraft initiiertes Wesen in einem bestimmten Sippengefüge ist, das in einem Zeitablauf von kausalen Bewegungen eingeordnet nicht anders kann, als seiner individuellen Eigenart zu entsprechen. Dies erfahren wir durch unser Gegenüber.

Wahre Einsicht und Entschuldung liegt daher einzig in der Durchdringung des eigenen Unverständnisses der höheren Zusammenhänge – und der Verzerrungen im Blickwinkel, die auf unseren Anhaftungen beruhen.

Der Kurs beleuchtet die familiären und zwischenmenschlichen Begegnungen auf dem Hintergrund einer vollkommenen, natürlichen Ordnung, wie sie in der polaren Codierung der Lebensbedingungen im Yijing dargestellt ist. Dabei werden die tragenden Grundprinzipien von Mann und Frau, die Begegnung und Auseinandersetzung, das zentrale Verhältnis der Töchter zur Mutter und der Söhne zum Vater (und umgekehrt), sowie das hierarchische Prinzip der Familie, die Muster der Übertragungen und deren Auflösung auf fundierte Art und Weise dargestellt.

Wir lernen in dieser Kurseinheit also eine polare, sich natürlich ausgleichende Sichtweise der Wechselwirkungen in Beziehungen kennen. Alle daraus resultierenden Wandlungen geschehen auf dem Hintergrund unserer Herkunftsfamilie. Die „Himmelstämme“ und “Erdenzweige“ der daoistischen Beschreibung der Bewegung von Kraft in den Bahnen irdischen Formen, spiegeln sich in den Töchtern und Söhnen, als eine Art von „Schicksalsbedingung“ durch deren ganzes Sein.

 Seminarinhalte

·        Vater und Mutter als Stellvertreter der Archetypen von Himmel und Erde

·        Die Töchter des Himmels und die Söhne der Erde

·        Die Keimzelle der Familie und die zwischenmenschlichen Beziehungen

·        Bewegung, Wandlung, Entwicklung und existentielle Fragen

Der Kurs ist Bestandteil der Ausbildung Familien- Systemaufstellungen 2012-2013 und des Fortgeschrittenen Trainings, kann darüber hinaus auch von weiteren Interessenten besucht werden.

Termin

13. – 15.04. 2012 Teil (1)

Freitag 10.00- 18.00, Samstag 10.00- 18.00, Sonntag 10.00-14.00 Uhr

Kosten

360,- €

Ort

Rigpa- Zentrum, Soorstr. 85, 14050 Berlin. Bitte Hausschuhe mitbringen.
 Übernachtung im Rigpa-Zentrum je nach Kapazität möglich, 
bitte unter Tel. 030 23255015 erfragen.

 

Vom Wahren Einen und dessen Wirken

Das Dao in der inneren Haltung und der Führung 

Dieses Seminar  führt die Themen fort und erweitert die Perspektive auf die Haltungen, welche sich für den Therapeuten oder Berater aus dieser Sichtweise ergeben. Grundlage für Teil II sind die Verse des Tao Te King und die Einsichten über Führung, Handeln und Nicht-Handeln in der Begleitung von Lebensprozessen.

Die Kraft des Dao in der inneren Haltung

· Vorstellung und Wirklichkeit - Nicht bewerten

· Geistige Schwerkraft entwickeln - Von sich selbst absehen

· Genügsamkeit - Seine Möglichkeiten kennen

· Wohlwollen - Vertrauen schaffen

Die Kraft des Dao in der Führung

· Den Frieden wahren - Ausgleich schaffen

· Sich nicht einmischen - Kompetenzen nicht überschreiten

· Die Autonomie der Menschen stärken - Sich selbst zurückstellen

· Vorbild sein ohne zu beschneiden - Willkür vermeiden

· Das  Wesentliche leben - Liebe, Genügsamkeit und Einfachheit

Der Kurs ist Bestandteil der Ausbildung Familien- Systemaufstellungen 2012-2013 und des Fortgeschrittenen Trainings, kann darüber hinaus auch von weiteren Interessenten besucht werden.

Termin

16. – 18.11. 2012 Teil (2)

Freitag 10.00- 18.00, Samstag 10.00- 18.00, Sonntag 10.00-14.00 Uhr

Kosten

360,- €

Ort

Rigpa- Zentrum, Soorstr. 85, 14050 Berlin. Bitte Hausschuhe mitbringen.
 Übernachtung im Rigpa-Zentrum je nach Kapazität möglich, 
bitte unter Tel. 030 23255015 erfragen.

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